MPU wegen Verkehrsrecht
Zu viele Punkte in Flensburg oder schwere Verkehrsverstöße führen zur MPU. Erfahren Sie alles über das Punktesystem, die 8-Punkte-Grenze und die Vorbereitung auf eine Verkehrsrecht-MPU.
Das Punktesystem in Flensburg
Das Fahreignungsregister (FAER) beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg erfasst Verkehrsverstöße mit einem Punktesystem. Leichte Ordnungswidrigkeiten werden mit 1 Punkt, schwere mit 2 Punkten und Straftaten mit 2 oder 3 Punkten eingetragen.
Das System sieht gestaffelte Maßnahmen vor: Bei 4-5 Punkten erhalten Sie eine Ermahnung, bei 6-7 Punkten eine Verwarnung und bei 8 Punkten wird der Führerschein entzogen. Ab diesem Zeitpunkt ist eine MPU erforderlich, um die Fahrerlaubnis zurückzubekommen.
Die Tilgungsfristen betragen je nach Schwere des Verstoßes 2,5 Jahre (1 Punkt), 5 Jahre (2 Punkte) oder 10 Jahre (3 Punkte). Diese Fristen laufen unabhängig voneinander. Ein neuer Eintrag verlängert nicht die Frist bestehender Punkte.
Die 8-Punkte-Grenze und ihre Folgen
Wenn Sie 8 oder mehr Punkte im Fahreignungsregister angesammelt haben, wird Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen. Für die Neuerteilung ordnet die Führerscheinstelle in der Regel eine MPU an, da das wiederholte Fehlverhalten Zweifel an Ihrer Fahreignung begründet.
Die Punkte-MPU unterscheidet sich von Alkohol- oder Drogen-MPUs: Hier stehen nicht Abstinenzfragen im Vordergrund, sondern Ihre generelle Einstellung zum Straßenverkehr, Ihr Risikobewusstsein und Ihre Bereitschaft, Verkehrsregeln einzuhalten.
Wichtig ist, dass Sie nach dem Führerscheinentzug eine Sperrfrist abwarten müssen, bevor Sie die Neuerteilung beantragen können. Diese Sperrfrist beträgt in der Regel 6 Monate, kann aber je nach Einzelfall variieren.
Das psychologische Gespräch bei der Verkehrsrecht-MPU
Bei der Verkehrsrecht-MPU will der Gutachter verstehen, warum Sie wiederholt gegen Verkehrsregeln verstoßen haben. Die zentrale Frage lautet: Was hat Sie dazu veranlasst, Regeln zu missachten, und warum werden Sie dies in Zukunft nicht mehr tun?
Typische Themen sind: Zeitdruck als Auslöser für Raserei, mangelndes Gefahrenbewusstsein, Gleichgültigkeit gegenüber Regeln, finanzielle Gleichgültigkeit gegenüber Bußgeldern oder persönliche Lebensumstände, die zu rücksichtslosem Fahren geführt haben.
Der Gutachter erwartet, dass Sie jeden einzelnen Verstoß reflektiert haben und nachvollziehbar erklären können, warum Sie Ihre Einstellung geändert haben. Pauschale Aussagen wie "Ich werde mich bessern" reichen nicht aus.
Verkehrsverstöße und ihre Konsequenzen
Nicht nur das Punktekonto führt zur MPU. Auch einzelne schwere Verkehrsverstöße können eine MPU-Anordnung nach sich ziehen: illegale Autorennen, extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen (doppelte Geschwindigkeit innerorts), Fahrerflucht oder das wiederholte Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis.
Bei diesen Delikten wird oft nicht nur der Führerschein entzogen, sondern es drohen auch strafrechtliche Konsequenzen. Die MPU ist dann Teil des Weges zurück zur Fahrerlaubnis und erfordert eine umfassende Aufarbeitung des Fehlverhaltens.
In unserer Vorbereitung analysieren wir jeden einzelnen Verstoß, arbeiten die Hintergründe auf und entwickeln gemeinsam neue Handlungsstrategien für kritische Verkehrssituationen.
Wie wir Ihnen helfen
Analyse Ihrer Verkehrsakte und aller Verstöße
Aufarbeitung der Muster hinter den Verstößen
Entwicklung neuer Einstellungen und Verhaltensweisen
Simulation des psychologischen Gesprächs
Tipps zum Punkteabbau und zur Prävention
Begleitung zum Begutachtungstermin
Unsere Leistungen im Überblick
Häufige Fragen: MPU wegen Verkehrsrecht
Lassen Sie sich persönlich beraten
Jede Situation ist einzigartig. In einem kostenlosen Erstgespräch analysieren wir Ihre persönliche Lage und entwickeln gemeinsam einen Plan für Ihre erfolgreiche MPU.