Suchtberatung für die MPU in Frankfurt
Der Führerscheinentzug wegen Alkohol oder Drogen ist für viele ein tiefer Einschnitt. Wir helfen Ihnen, die Situation aufzuarbeiten und gut vorbereitet in die MPU zu gehen. Persönlich, vertraulich und mit klarem Fahrplan.
Was ist Suchtberatung im MPU-Kontext?
Suchtberatung im Rahmen der MPU ist keine Therapie. Es geht darum, Ihr Konsumverhalten gezielt aufzuarbeiten und dem Gutachter zu zeigen, dass Sie die Hintergründe verstanden haben und nachhaltig etwas verändert haben. Das unterscheidet sich deutlich von der allgemeinen Suchtberatung, wie sie etwa bei Caritas oder Diakonie angeboten wird.
In der MPU-spezifischen Suchtberatung arbeiten wir gemeinsam an den Fragen, die der Gutachter stellen wird: Warum ist es zu dem Vorfall gekommen? Was haben Sie seitdem verändert? Wie stellen Sie sicher, dass es nicht wieder passiert? Wir bereiten Sie darauf vor, diese Fragen ehrlich und überzeugend zu beantworten.
Ob Sie eine Suchtberatung brauchen und in welchem Umfang, hängt von Ihrem konkreten Fall ab. Im kostenlosen Erstgespräch schätzen wir Ihre Situation ein und erstellen einen individuellen Plan. Keine Pauschalangebote, sondern genau das, was Sie brauchen.
Auf einen Blick
Dauer
3 bis 12 Monate je nach Fall
Sitzungen
5 bis 15 Einzelgespräche
Standorte
Sachsenhausen & Nordend
Sprachen
DE, EN, ES, HR, PL
Wann ist Suchtberatung für die MPU nötig?
Je nach Delikt und Vorgeschichte gelten unterschiedliche Anforderungen. Hier die häufigsten Fälle:
MPU wegen Alkohol
Bei Alkoholdelikten im Straßenverkehr wird fast immer eine Aufarbeitung des Trinkverhaltens erwartet. Ab 1,6 Promille oder bei Wiederholungstaten ist die MPU in der Regel Pflicht.
MPU wegen Drogen
Bei Drogendelikten im Zusammenhang mit dem Führerschein wird in der Regel eine Abstinenz gefordert. Cannabis, Amphetamine, Kokain oder andere Substanzen werden unterschiedlich bewertet.
MPU wegen Medikamente
Wenn Medikamentenmissbrauch die Fahreignung beeinträchtigt, kann eine MPU angeordnet werden. Dabei geht es um Schmerzmittel, Benzodiazepine oder andere verschreibungspflichtige Substanzen.
Kontrolliertes Trinken oder Abstinenz?
Eine der wichtigsten Fragen in der MPU-Vorbereitung: Müssen Sie komplett auf Alkohol verzichten, oder reicht es, verantwortungsvollen Umgang nachzuweisen? Wir helfen Ihnen bei der Einschätzung.
Kontrolliertes Trinken
Sie verzichten nicht komplett auf Alkohol, zeigen aber, dass Sie verantwortungsvoll damit umgehen können.
Vollständige Abstinenz
Kompletter Verzicht auf Alkohol mit dokumentiertem Nachweis über einen festgelegten Zeitraum.
Nicht sicher, welcher Weg der richtige ist? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir gemeinsam, was in Ihrem Fall die beste Strategie ist.
Abstinenznachweis: Wie funktioniert das?
Wenn Abstinenz gefordert wird, müssen Sie diese über einen bestimmten Zeitraum nachweisen. Es gibt zwei anerkannte Methoden. Beide werden von zertifizierten Laboren durchgeführt.
Urinscreening (EtG)
Regelmäßige Urinproben, die kurzfristig und unangekündigt genommen werden. Weist Alkoholkonsum der letzten 3 bis 4 Tage nach.
Haaranalyse (EtG)
Analyse einer Haarprobe, die den Konsum über mehrere Monate abdeckt. Pro Zentimeter Haarlänge wird ein Monat erfasst.
Wie lange muss die Abstinenz nachgewiesen werden?
Bei Alkohol (Ersttat, niedrigere BAK) und Cannabis
Bei höherer BAK, Wiederholungstaten, harten Drogen
Bei schwerer Abhängigkeit oder mehrfachen Rückfällen
Unser Tipp: Beginnen Sie mit dem Abstinenznachweis so früh wie möglich. Jeder Monat, den Sie warten, verzögert Ihren Führerschein.
Ablauf unserer Suchtberatung
Kostenloses Erstgespräch
Wir lernen uns kennen und besprechen Ihre Situation. Gemeinsam schätzen wir ein, was nötig ist: Abstinenz oder kontrolliertes Trinken, Umfang der Beratung, zeitlicher Rahmen.
Bestandsaufnahme
Wir schauen uns Ihre Konsumgeschichte an: Was ist vorgefallen, welche Umstände haben dazu geführt, wie sah Ihr Konsumverhalten davor aus? Ehrlich und ohne Bewertung.
Individuelle Strategie
Basierend auf Ihrer Situation legen wir fest, ob kontrolliertes Trinken oder Abstinenz der richtige Weg ist. Wir erstellen Ihren persönlichen Fahrplan.
Abstinenzprogramm begleiten
Falls Abstinenz nötig ist: Wir koordinieren die Labortermine, erklären den Ablauf und begleiten Sie durch den Nachweiszeitraum.
Ursachen aufarbeiten
Wir erarbeiten gemeinsam, warum es zum Vorfall kam und was sich seitdem verändert hat. Das ist der Kern der MPU-Vorbereitung.
Rückfallprävention
Welche Strategien haben Sie für schwierige Situationen? Wir entwickeln gemeinsam Pläne, die auch den Gutachter überzeugen.
MPU-Fragen trainieren
Wir bereiten Sie gezielt auf die suchtspezifischen Fragen des Gutachters vor. Keine Standardantworten, sondern Ihre persönliche, glaubwürdige Geschichte.
Bescheinigung und Dokumentation
Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung für den Gutachter, die den Umfang und die Inhalte Ihrer Beratung dokumentiert.
Fragen zur Suchtberatung für die MPU
Suchtberatung in 5 Sprachen
Gerade bei einem so persönlichen Thema wie der Suchtberatung ist es wichtig, sich in der eigenen Sprache verständigen zu können. Unser Team berät Sie auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Kroatisch und Polnisch.
Bereit für den ersten Schritt?
Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Wir nehmen uns Zeit für Sie und besprechen gemeinsam, welche Schritte in Ihrer Situation sinnvoll sind.